Schwerpunkte

Mit passgenauen Angeboten und zielführenden Kooperationen dem Fachkräftemangel in NRW begegnen

Herausforderungen für die Arbeitswelt

Fast ein Viertel aller Beschäftigten - davon viele Fachkräfte - gehen in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Schülerinnen und Schüler, während immer mehr Menschen ohne Ausbildung sind. 
Das stellt die Arbeitswelt vor enorme Herausforderungen. In vielen Branchen wie der Pflege, im Bereich Erziehung und Bildung oder im Handwerk werden händeringend Fachkräfte gesucht.

Dieser Entwicklung begegnet das Land NRW mit seiner breit angelegten Fachkräfteoffensive und möchte die verschiedenen Handlungsfelder mit entsprechenden Angeboten und Kooperationsmöglichkeiten ausstatten. Hierfür ist eine enge Zusammenarbeit aller Akteure in den Regionen erforderlich. Den Regionalegenturen kommt hierbei u.a. die Aufgabe der optimalen Vernetzung aller bestehenden Akteure und Angebote zu.

Handlungsfelder der Fachkräfteoffensive NRW

Die wichtigsten Herausforderungen auf einen Blick, für die die Fachkräfteoffensive NRW Lösungswege anbietet:

  1. Bildung, Erziehung und Betreuung
    Die Grundlagen für ein erfolgreiches und erfüllendes (Berufs-)Leben werden bereits früh gelegt. Schon im Elementarbereich werden durch die Teilnahme an strukturierten Bildungs- und Betreuungsangeboten wichtige Kompetenzen wie soziale Interaktion, kognitive Fähigkeiten, Sprachentwicklung und motorische Fertigkeiten gefördert. Im Primarbereich wird die Basis für den weiteren Bildungsweg gelegt.
     
  2. Zukunft gestalten – Übergang Schule und Beruf
    Der Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf stellt viele Jugendliche vor große Herausforderungen. Die Vielzahl der Möglichkeiten bietet einerseits Chancen, andererseits erfordert sie auch komplexe Entscheidungsprozesse und Weitblick. Eine gute Berufliche Orientierung ist vor diesem Hintergrund unerlässlich.
     
  3. Praxisnah ausbilden und studieren – innovative Ansätze und Gleichwertigkeit stärken
    Eine gute Ausbildung ist nicht nur das beste Mittel gegen Armut, indem sie ein sicheres Einkommen garantiert. Sie steigert auch Selbstbewusstsein, Wertschätzung und soziale Anerkennung.  Dabei stellen die berufliche und die akademische Bildung unterschiedliche Wege in den Beruf dar, die aber gleichwertig geschätzt werden.
     
  4. Qualifizierung und Quereinstieg – neue Wege der Fachkräftesicherung
    In unserer heutigen Wissensgesellschaft ist die berufliche Qualifizierung zu einem fortlaufenden Lernprozess geworden, der von Individualisierung und Vielfalt geprägt ist. Berufsbiografien gestalten sich zunehmend dynamisch. Dazu gehören neben lebensbegleitenden Weiterqualifizierungen auch berufliche Neuorientierungen durch einen Quereinstieg.
     
  5. Chancengleichheit und Teilhabe – Inländische Fachkräftepotentiale
    "Jeder Mensch hat Potential und wird gebraucht." 
    Um dem Fachkräftemangel erfolgreich entgegenzutreten, müssen auch verstärkt inländische Fachkräftepotentiale aktiviert werden. In Nordrhein-Westfalen leben viele Menschen, deren Talente und Fähigkeiten in Zukunft besser genutzt werden müssen. Mit dem Erschließen und Fördern dieser Potentiale, kann nicht nur dem Fachkräftemangel begegnet, sondern auch für mehr Chancengleichheit und soziale Teilhabe gesorgt werden.
     
  6. Erflog durch Vielfalt – Ausländische Fachkräftepotentiale
    In vielen Engpassberufen ist das Angebot an Fachkräften auf dem heimischen Markt nicht ausreichend, um spezifische Arbeitsstellen zu besetzen. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erhalt der wirtschaftlichen Stärke, des Wohlstands sowie für die Sicherung sozialer und medizinischer Infrastrukturen. In der globalisierten Welt sind zahlreiche Unternehmen auf hochqualifiziertes Personal angewiesen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Regionales Handlungskonzept 2024 - 2027

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